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A1-Bescheinigung + EU-Registrierung

Länder - Auswahl


Wählen Sie das Land aus, für das Sie eine A1/EU-Registrierung benötigen.

ALLGEMEINES

Die Einführung des bürokratischen Ungeheuers A1-Bescheinigung und/oder EU-Registrierung könnte auch
als "Kehrseite" der Dienstleistungsfreiheit in Europäischen Binnenmarkt gesehen werden.

Beide Instrumente sind eine EU-Verordnung mit der Verpflichtung zur Meldung und Erfassung aller Geschäftsreisen und
Technischen (Montage-)Einsätze innerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraumes - alles zum Schutz der entsendeten Mitarbeiter !

Es gelten in jedem dieser 32 angeschlossenen Länder andere Vorschriften, Fristen und Registrierungswege.

Für jedes Land ist zu prüfen, ob die A1-Bescheinigung ausreicht oder zusätzlich eine EU-Registrierung erforderlich wird,
und ab welchem Entsendezeitraum eine EU-Registrierung notwendig wird.

gesetzliche Grundlage der EU-Verordnung

A1-Bescheinigung und EU-Registrierungsverfahren sind seit 15.05.2014 (Richtlinie 2014/67/EU des EU-Parlaments) der Rechtsrahmen zur Erbringung von Dienstleistung innerhalb von EUROPA, d.h. der Mitglieds-Staaten der Europäischen Union + der Länder des Europäischen Wirtschaftsraums.

Beide Vorschriften sollen unter Wahrung der Dienstleistungsfreiheit im Europäischen Binnenmarkt gewährleisten, dass der im jeweiligen Zielland eingesetzte Mitarbeiter während des Auslands-Einsatzes nach dem Sozialversicherungsrecht des jeweiligen, entsendenden Landes behandelt und bezahlt wird, d.h. es gilt ausschliesslich das Recht des Entsendestaates.

Das entsendende Unternehmen ist verpflichtet, die Arbeits-, Lohn- und Beschäftigungsbedingungen gemäss den gesetzlichen Bestimmungen im Zielland einzuhalten; also Arbeitszeit, Ruhezeit, Arbeitsorganisation u. Arbeitsdauergrenzen, Überstunden, Sonntagsarbeit, Nachtarbeit, Arbeit an Feiertagen, Mindestlohntarif, Sicherheit + Hygiene + Gesundheit am Arbeitsplatz.

Diese Vorschrift soll bei grenzüberschreitender Erwerbstätigkeit im Entsendungsfall Schwarzarbeit und Lohndumping entgegen treten und vermeidet, dass der Entsendete zu Sozialversicherungssystemen anderer Länder wechseln muss, da er nachweislich seinen Beitrag zur Sozialversicherung nur im Entsendestaat bzw. seinem Wohnstaat entrichtet.

für welchen Personenkreis sind A1 + EU-Registrierung erforderlich

für

  • Arbeitnehmer
  • Personen im Beamtensstatus
  • Selbstständige

für welchen Reisezweck sind A1 + EU-Registrierung erforderlich

für

  • Besuch
  • Geschäftsgespräch
  • Montage-Einsatz

    - alle nur im Entsendungsfall -

ab wann sind A1-Bescheinigung und EU-Registrierung erforderlich

  • A1-Bescheinigung, IMMER für ALLE Länder, ab dem 1. Tag der Reise / Entsendung

  • Registrierung, unterschiedlich nach den einzelnen Ländern, ab dem 1. Tag der Reise / Entsendung oder später (siehe LÄNDERLISTE)
    Diese Prüfung übernimmt BIV für Sie !

für welche Länder sind A1 + EU-Registrierung erforderlich

  • Belgien, Bulgarien
  • Dänemark, Deutschland
  • Estland
  • Finnland, Frankreich
  • Griechenland, Grossbritannien
  • Irland, Island, Italien
  • Kroatien
  • Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande, Norwegen
  • Österreich
  • Polen, Portugal
  • Rumänien
  • Schweden, Schweiz, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien
  • Tschechische Republik
  • Ungarn
  • Zypern

wer stellt die A1-Bescheinigung aus

  • der jeweilige Krankenversicherungsträger des Reisenden

    Hier beantragt BIV die A1-Bescheinigung und leitet Ihnen diese nach Genehmigung zu (per e-mail oder Post)

wer stellt die EU-Registrierung aus

  • die jeweilige Behörde, Ministerium, o.ä. im Zielland

    Hier beantragt BIV die EU-Registrierung und leitet Ihnen diese nach Bestätigung der zuständigen Stelle im Zielland zu (per e-mail oder Post)

wie und wo finden Kontrollen statt

  • Die Kontrollen sind seit Einführung der A1-Bescheinigung + der EU-Registrierung erheblich verstärkt worden und die Bußgelder für Versäumnisse drastisch erhöht; es können auch Freiheitsstrafen verhängt werden.
  • Die Kontrollen erfolgen u.a. auf Flughäfen, in Hotels und auf Messen.
  • Insbesondere seit Corona, dessen Grippe-Virus für sämtliche Auflagen, Verschärfungen und Verbote herhalten muss, werden Kontrollen vermehrt auch unter dem Vorwand der Gesundheitsprüfung zu Covid-19 anhand eines völlig sinnbefreiten PCR-Tests verschärft und Bussgelder kassiert.

was tun, wenn die A1-Bescheinigung bei Abreise ins Zielland noch nicht vorliegt

Nehmen Sie folgendes mit (entweder / oder):

  • Kopie des Antrags auf Ausstellung der A1, die wir Ihnen vorab zur Verfügung stellen können
  • Kopie Ihres Sozialversicherungsausweises
  • Kopie Ihrer Anmeldung zur Sozialversicherung in Deutschland

was tun, wenn die Registrierung bei Abreise ins Zielland noch nicht vorliegt

  • streng genommen: noch nicht losfahren, Reise verschieben, Tätigkeit noch nicht aufnehmen

  • Die Registrierung hat grundsätzlich VOR Tätigkeitsbeginn zu erfolgen.
  • Die Registrierung muss spätestens am Tag der Aufnahme der Tätigkeit erfolgt / bestätigt sein.
    Eine aufgenommene Tätigkeit VOR Bestätigung der Registrierung erfolgt illegal.

    Bitte bedenken Sie dabei, die Beauftragung zur Registrierung muss rechtzeitg vor Reisebeginn / Aufnahme der Tätigkeit erfolgen, weil innerhalb der online- Systeme die Daten nicht frei wählbar sind; das Datum der Beginn der Reise / Entsendung muss mindestens 2 Tage in der Zukunft liegen

welche Dokumente sind den Grenzbehörden im Zielland auf Verlangen vorzulegen

  • A1-Bescheinigung
  • evt. EU-Registrierung
  • Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis)
  • weitere Dokumente, die länderspezifisch sind; diese benennt BIV bei den einzelnen Ländern (siehe Länderliste)

Kontaktperson / lokaler Ansprechpartner / gesetzlicher Vertreter im Zielland

Mit der Registrierungspflicht ist bei einigen Ländern ein lokaler Ansprechpartner - eine Kontaktperson - im Zielland zu benennen, also ein Vertreter mit gesetzlicher Vertretungsvollmacht, der ...

  • behördliche Angelegenheiten regeln darf
  • Ansprechpartner bei Rückfragen durch die Behörden im Zielland ist
  • den Reisenden, die entsendende Firma sowie die zu besuchende Firma bei Gericht vertreten darf
  • Dokumente die Entsendung betreffend vorlegen kann
  • Unterlagen bei Kontrollen oder Strafanzeigen weiterleiten darf

Diese Kontaktperson sollte die jeweilige Landessprache beherrschen; wo dies zwingend notwendig ist, entnehmen Sie den einzelnen Ländern.

Kann keine Kontaktperson benannt werden, hilft BIV weiter.
Wir stellen diese Vertreter für alle Länder, in denen sie erforderlich sind, zur Verfügung.

Beispiel - Länder

Liechtenstein

  • Anmeldung zur Registrierung erfolgt online über das Portal des Amts für Volkswirtschaft oder schriftlich beim Amt für Volkswirtschaft.
    online Portal Registrierung / bei schriftlicher Meldung werden je Entsendenden 40,00 Schweizer Franken berechnet


  • Folgende Unterlagen können vom entsendeten Mitarbeiter verlangt werden
    • Kopie Arbeitsvertrag
    • Nachweis über evt. Geld- oder Sachvorteile im Zusammenhang mit der Entsendung
    • Übersicht über Arbeitszeiten
    • Nachweis von Gehaltszahlungen
  • Folgende Unterlagen / Angaben werden vom Unternehmen im Zielland verlangt
    • Name, Anschrift, Tel.-Nr.
    • Personalien Geschäftsführer (Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Nationalität, Geburtsort, Geburtsland)
    • Reisepass des Geschäftsführers (oder entsprechenden Staatsbürgerschaftsnachweis) (Kopie reicht)
    • Handelsregisterauszug
    • Fähigkeitsnachweis des Geschäftsführers (Kopie reicht)

  • Folgende Unterlagen werden zur ausländerrechtlichen Meldung verlangt
    • Meldebestätigung vom Amt für Volkswirtschaft
    • Kopie Arbeitsvertrag
    • Kopie der letzten 3 Gehaltsabrechnungen
    • Kopie Reisepass (Lichtbildseite)

    Diese Meldung beim Ausländer- und Passamt ist ZUSÄTZLICH erforderlich
    • sobald die Einsatzdauer länger als 8 Tage dauert, also ab dem 9. Tag (nur Meldung erforderlich)
    • sobald das 90-Tage-Kontingent eines Einsatzes überschritten wird (Bewilligung erforderlich)
      Die Dauer eines Einsatzes ist grundsätzlich bis 90 Tage erlaubt; bei Überschreitung ist spätestens 4 Wochen vor Ablauf der 90 Tage-Frist die Bewilligung einzuholen.

Die Meldebestätigung kann bei mehreren geplanten Einsätzen bis zu 12 Monaten bewilligt werden.

Bei Verstößen gegen die Meldebestimmungen drohen bis zu 50.000,00 € Bußgeld.

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